Animal Movements – So hast du mit deinen Kindern zusammen Spass an Bewegung

Wie so oft bei den richtig guten Dingen, bin ich über diese Fitnessbewegung nur zufällig gestolpert. Die Bilder waren beeindruckend und die Philsophie dahinter für mich einleuchtend.

Beweg dich wie ein Tier (animal movements) !

Da ich zu dem Zeitpunkt gerade auf der Suche nach etwas neuem zum Thema Fitness war, habe ich mich direkt nach Lesestoff umgeschaut. Dabei haben sich zwei Bücher hervorgetan: Animal Moves von Christian Zippel und Alex Fischer und Animal Athletics von Fabian Allmacher und Fabia Foraita.

Nachdem ich mir bei beiden den theoretischen Teil durchgelesen und die Übungen mal überblättert hatte, war mir der harte Kern klar. Trotzdem sind die beiden Bücher sehr unterschiedlich, aber dazu gibts weiter unten mehr.

Vorteile und Nachteile der Animal Movements

Jede Sportart hat Vor- und Nachteile. Aber verschiedene Menschen gewichten diese Dinge unterschiedlich. Daher ist die Einteilung hier meine persönliche Einschätzung. Ich selbst will Sport am liebsten zu Hause, zwischendurch oder mit den Kindern zusammen machen können. Denn die Organisation, die es braucht, damit ich außer Haus kann (besonders in der Woche) schränkt meine Motivation schon stark ein.

Vorteile:

  • kein Equipment, nur etwas Platz: Man braucht mindestens genug Platz, dass sich alle Beteiligten ausgestreckt hinlegen können. Viele besonders spaßige Übungen finden in Bewegung statt. Dann wird genug Raum benötigt, um hintereinander eine Runde zu „gehen“; z.B. um den Esstisch oder einen Flur entlang.
  • Ganzkörpertraining: Grundsätzlich trainieren Animal Movements den gesamten Körper. Einige Übungen legen Schwerpuntke, aber die Körpermitte (die Haltemuskeln in Bauch und Rücken) werden eigentlich immer miteinbezogen. Gerade für Büroarbeiter und Schulkinder ist das besonders gesund.
  • Kinderfreundlich: Da die Übungen haltungen oder Bewegungen von Tieren nachahmen lässt, kann man sie Kindern gut und mit viel Spass nahebringen. Die Bücher machen keine Aussagen über Altersgrenzen. Als ich das ganze mit einer dreijährigen versucht habe, sind wir am Wortschatz gescheitert. Mein zu dem Zeitpunkt fünfjähriger Sohn konnte schon mehr mitmachen. Man sollte sich nur klar sein, dass die Übungen (besonders anfangs) nicht perfekt ausgeführt werden und auch teilweise sehr anstrengend sind. Ein paar Minuten reichen daher oft. Für die Kinder sollte der Spass im Vordergrund stehen.

Nachteile

  • Eigenverantwortlich: Der Trainingseffekt baut auf einer möglichst korrekten Ausführung auf. In einigen Fällen muss man sich die erforderliche Fitness erst erarbeiten. Wer Probleme mit Rücken oder Gelenken hat, sollte sich evtl vorher beraten lassen oder sich sehr vorsichtig an die Übungen herantasten. An kinder sollte man keine zu hohen Ansprüche stellen, da es ja Spass machen soll.
  • Eigenverantwortlich 2: Man muss sich selbst (und evtl die Kinder) zum Sport motivieren. Mein Tipp: Einige Übungen mal in Ruhe alleine einstudieren, damit man sie später in Ruhe den Kindern zeigen kann. Sonst wird das sehr schnell langweilig für die Kleinen.
Mögliche Trainingsziele

Ein wichtiger Punkt bei Sport und Fitness ist immer die Frage: Was will ich damit erreichen? Und kann ich dieses Ziel mit Sportart XY überhaupt erreichen. Schonmal vorweg: Animal Movemtns sind nicht dafür geeignet zum Muskelportz oder super Sprinter zu werden. Aber sie können eingie andere Dinge

  • Ausdauertraining ohne große Strecken zurück zu legen: Die Übungen in Bewegung sind anfangs langsam und gezielt auszuführen. Wenn man den Bewegungsablauf erstrmal drin hat, kann man aber auch die Geschwindigkeit hochschrauben. Dabei sprechen alle sehr viele Muskeln an und sorgen damit für eine starke Kreislaufbelastung. Das Herz pumpt ordentlich und die Mukseln brennen schnell, besonders die, die man sonst nur selten einsetzt. Dabei werden zwar andere Muskel angesprochen als Beim Joggen oder Walken, der positive Effekt für das Herz-Kreislauf-System ist aber der selbe.
  • Kraftraining mit dem eigenen Körpergewicht: Man kann sich aber auch problemlos Übunngen herauspicken, die bestimmte Muskelgruppen besonders beanspruchen und sich ein „Zirkeltraining“ zusammenstellen. Ich habe mir mehrere 10 min Trainings aus den beiden Bücher zusammengestellt. Jedes mit einem etwas anderesn Schwerpunkt, damit ich sie gut abwechseln kann. So ermüdet man nicht eine einzelne Muskelgruppe. Je korrekter man die Übungen ausführt umso schwerer werden sie in der Regel. Für einige gibt es auch extra mehrere Versionen mit steigender Belastung.
  • geistiges und körperliches Jungerhalten: Besonders die komplexen Bewegungen (über Kopf, versetze Arm-Beim Bewegungen) fordern auch das Hirn heraus. Mit dem lernen neuer Bewegunsmuster werden sowohl alte, als auch neuere Anteile des Hirns beansprucht. Dadurch werden neue Verknüpfungen geschaffen – ein geistiger Jungbrunnen. Gleichzeitig sind viele Bewgungen ungewohnt und damit anspruchvoll für die Gelenke. Sie werden gedehnt, gelockert und die Umgebungsmuskel gestärkt. Dadurch wird man allgemein Unfallsicherer.
  • Anti-Schreibtisch-Haltungen: Ich hatte es zwar oben bereits erwähnt, aber der Punkt ist einfach zu wichtig. Durch das Training der Rumpfmuskaltur und der lockernden Drehbewgungen kann man effektiv den typischen Rückenproblem durch langes Sitzen vorbeugen!
Wie man aus Sport Spass macht

Für Kinder soll Bewgung vor allem eines: Spass machen. An verregneten Tagen kann das aber schwierig werden. Schließlich sollen sie nicht über die Schränke klettern. Die Animal Movements haben viel Potenzial, um mit den Kindern auf spaßige Weise Bewegung in den tag zu integrieren. hierfür Suche ich noch Ideen. Ich hatte mal welche notiert, aber den Zettel jetzt fürs Schreiben nicht wieder gefunden… Wer also eine Idee hat, bitte her damit!

Tierwürfeln

Man übt mit den Kindern zu einem früheren Zeitpunkt möglichst 6 Tiere ein. Dafür eigenen sich besonders „griffige“ Tiere wie z.B.  Elefant, Ente, Bär, Kobra, Lemur, Krebs, Frosch und Gorilla. Diese Tiere sind alle relativ einfach durchzuführen. Kobra und Gorilla sind sogenannte Ruhehaltungen. So können die Kinder zwischendruch verschnaufen.

Jetzt kann man das als Erwachsener nach dem Prinzip von „Feuer, Wasser, Sturm“ spielen und einfach die Tiere ansagen. Oder man bastelt sich einen Tierwürfel (oder legt einfach Zahlen für die Teire fest) oder ein Glückrad. Damit können die Kinder dann reihum ein Tier bestimmen, das für eine gewissen Zeit ausgeführt wird.

Wettlaufen

MIt den Bewegungsarten kann man natürlich auch ein wettrennen veranstalten. Das geht auf einer schönen Wiese auch sehr gut draußen oder in einer Turnhalle.

Wer den Mitdenktfaktor erhöhen will, lässt auch hier die Kinder die Tiere wechseln. Einfach nach einer Runde oder im Fall von Älteren Kindern kann man an bestimmten Punkten wechseln lassen (wie den linien in einer Turnhalle).

Wer eine Gruppe mit gemischtem Alter hat, kann einen Staffellauf machen. Dabei können die kleineren einfachere Tierarten nachmachen, als die größeren.

Tanz der Tiere

Wer eine passende CD zuhause hat oder gerne mal Liedtexte erfindet, kann natürlich auch eine tanzveranstaltung aus dem ganzen machen. Mein Mann hat für sowas schon „Ein Vogel wollte hochzeit machen“ umgedichtet. Wer ausdauernde Kinder hat kann sich auch mehrere Tierlieder suchen und die Kinder sollen solange in der Tierhaltung tanzen, bis das Lied um ist. Ich kenne zumindest für Elefanten, Affen und Enten Lieder.

Die Quellen
Animal Moves (Buch)

Dieses Buch ist kurz und motiviert zu Spass an Bewegung. Das mekrt man schon an der lockeren Weise mit der die Einführung geschrieben wurde. Hier sollen Couchpotatoes motviert werden.

Die Übungen sind, bis auf drei Pausenpotionen, alle in Bewegung. Die Übungszahl ist überschaubar. Es wird bewusst keine Schwierigkeit angegeben. Sondern ejder soll selbst herausfinden, was er schon scahfft. Grundsätzlich gilt bei mir: Je tiefer die Ausgangshaltung, umso schwerer. Das liegt daran, dass ich keine starken Armmuskeln habe und tiefe Liegestützpostionen sehr fordernd sind.

Danach kommt ein Flow-Kapitel. Die Anleitungen wie man von einer Grundhaltung fließend in eine andere wechselt sind einfach zu verstehen und geben dem ganzen nochmal eine neue Geschmeidigkeit.

Außerdem kann man über einen Code im Buch auf einige Der Übugnen als Video zugreifen.

Animal Athletics (Buch)

Das Buch hat ein ausführlicheres Hintergrundkapitel. Einige Absätze gehen in die Tiefe bzw richten sich eher an Trainer oder Gruppenleiter, generell ist der Teil aber leicht verständlich geschrieben.

Danach wird in Übungen zum Aufwärmen, an einem Ort und in Bewegung unterschieden. Alle Übungen sind durch eine Kombination von Bild und Text beschrieben. Außerdem werden die Muskelgruppen angegeben, die am meisten beansprucht werden. Bei einzelnen Übungen habe ich etwas Probleme, wie ich mich von einem Bild zum anderen bewegen soll. Durch ausprobieren habe ich habe auch schon einige heraus gefunden.

Der Anspruch der Übungen ist sehr unterschiedlich. Teilweise ist die Bewegung sehr anstrengend, teilweise braucht es große Beweglichkeit zum korrekten ausführen. Es lohnt sich vorsichtig auszuprobieren. Bei vielen Übungen sind mehrere Schwierigkeitsgrade angegeben. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass die Einstiegsübung einfach ist.

Danach kommt noch ein Kapitel mit Vorschlägen für Trainingspläne für spezifische Ziele. So kann man anfangs viel Zeit sparen. Aber meiner Meinung nach lohnt es sich nach einer Weile auf jeden Fall, sich eigene Programme zusammen zu stellen.

Das letzte Kapitel fasziniert mich, aber körperlich bin ich leider noch nicht soweit, dass ich es wirklich ausprobieren kann. Es geht um Flow – mehere Übungen fließend ineinander übergehen lassen.

Das „Ziel“

Was ist eigentlich das „Endziel“? Irgendwo Schuhe ausziehen und loslegen. Eine Übung geht fließend in die nächste über. Dabei kann man sogar Gelände mit einbeziehen. Ziemlich cool (auch weil man dafür ziemlich fit sein muss, damit es gut aussieht) ! Vielleicht komme ich irgendwann dahin. Vielleicht shaffen es meine Kinder. Wenn nicht werde ich viel Spass mit ihnen auf dem Weg dorthin haben.

 

 

 

 

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