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Woche 3/4 – Die Kunst des Würzens ohne Salz

Ich war ja schon beim Beitrag für Woche 1 darauf eingegangen, dass würzen ohne Salz für viele Menschen nicht vorstellbar ist. Ich gebe, zu mein Hauptproblem war meine Faulheit und begrenzter Platz für Gewürze. Ich weiß von vielen tollen Gewürzen. Die meisten haben auch noch unglaublich viele gesundheitliche Vorzüge. Aber dann müsste ich mir entweder jedes Mal erst ein Rezept suchen (furchtbare Vorstellung für mich) oder ist stehe bei jeder Mahlzeit (und das sind immerhin 4 pro Tag) vor meinem Gewürzregal und überlege, was möchte ich für einen Geschmack erreichen und wie mache ich das. Und dann greife ich zu einigen wenigen Stables oder zu fertigen Gewürzmischungen.

Zu meinen Lieblingsgewürzen gehören ganz klar Pfeffer, Oregano, Basilikum, Bärlauch, Rosamrin, Salbei, Majoran und Paprika. Ich habe noch ein paar andere im Schrank, wie Kümmel und Schnittlauch und… ich glaube das wars schon. Ihr seht ich bin da ganz schön kräuterig unterwegs, wenn ich spontan würze.

Die schnelle Lösung: Gewürzmischungen

Die Alternative sind Gewürzmischungen. Ich habe eigenlich immer Curry und ein Gulasch- oder Hackfleischgewürz im Schrank. Wobei letzteres in fast allen Fällen Salz enthält und damit nur für meine Familie benutzt wurde in den letzten Wochen. Also war ich mal stöbern und habe im Bioladen gleich drei (!) Marken gefunden, die Gewürzmischungen OHNE Salz anbieten. Dabei handelt es sich um Sonnentor, Lebensbaum und Herbaria. Alle drei haben auch Salzhaltige Mischungen. Bei Herbaria haben die soweit ich weiß, dann auch Salz im Namen. Und man kriegt dort natürlich auch hochwertige Einzelkräuter.

Ich habe mir jetzt erstmal eine Fischgewürzmischung, eine arabische Gewürzmischung und eine Gulaschgewürzmischung geholt. Mit allen dreien bin ich sehr glücklich. Es werden wohl auch noch mehr folgen.

Geheimtipp: Würzöle

Ein Kollege hat mich vor einer Weile mit dem Konzept der Würzöle bekannt gemacht. Und damit meine ich nicht nur Salatöle in die schon Kräuter eingelegt wurden. Sondern Kokosöl zum Braten, das mit Gewürzen gesättigt ist. Ich schreibe “gesättigt”, da ich diese Öle unglaublich intensiv bis scharf finde. Ich verdünne sie in der Pfanne meistens noch mit nativen Kokosöl. Ich habe bisher nur die Öle der Ölmühle Solling probiert. Um genau zu sein habe ich Curry und chinesische 5 Gewürze als Kokosöl und das Barbeque-Würzöl auf Ernussbasis. Letzteres ist gerade im Vergleich ziemlich mild, aber auch sehr lecker.

Die beiden Kokoswürzöle liebe ich vor allem in Kombination mit einer weiteren Neuentdeckung für mich: Tempeh. Der ungewürzte Tempeh ist recht geschmacksneutral und nimmt die Gewürze aus den Kokosölen gut an, ohne dass sie zu stark werden. Dazu etwas frisches Gemüse und hmmm…

Würzen mit Kindern für Kinder

Meistens kommen meine Kinder schnuppernd in die Küche, wenn ich mir meine Mahlzeiten zubereite. “Mama das riecht so gut, kann ich das auch essen?” In vielen Fällen sagen ich zu ihrem Verdruss gerade nein. Denn ich will für meine Kinder keine so stark Kohlehydrat reduzierte Kost. denn die beiden brauchen kein Gewicht zu verlieren. Zum anderen will ich den Fleischverbrauch unserer Familie aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht noch weiter in die Höhe treiben.
Aber in einigen Fällen habe ich für meinen Sohn eine Protion mit gekocht und ihm dann noch ein bisschen Nudeln dazu gemacht oder wir haben alle gemeinsam Eier mit Kräutern gegessen..

Bei den meisten Kindern die ich so kenne, muss man mit Pfeffer und anderen Scharfmachern sparsam zu Werke gehen, da Kinder oft noch viel sensibler für Capsaicin sind.

Im Zweifelsfall stelle ich meinen Sohn an der Herd und meine Kräuter und Gewürzmischungen daneben. Dann würzt er sich das selbst; mit ganz viel Schnuppern und Spass. Die Kombinationen sind dann vielleicht nicht klassisch, aber ihm hat es bisher immer geschmeckt

Resümee der Phase 1

Ich freue mich so richtig auf Käse beim Essen. Unter anderem weil ich damit mehr Abwechlung in die Zutaten meiner Mahlzeiten kriege und etwas weniger Fleisch und Fisch essen kann.

Ich habe mehr abgenommen, als ich erwartet habe. Auch fühle ich mich deutlich besser, als ich mir zu hoffen gewagt habe.

Hunger war nur sehr punktuell ein Problem. Wirklich unangenehm war er nur an zwei Tagen – direkt vor meiner Menstruation. Da mir aber bewusst war, dass ich um diese Zeit oft massiven Durst habe und eigentlich überhaupt nicht mehr satt zu kriegen bin, habe ich einfach normal mit den Portionsgrößen weitergemacht und abgewartet. Und siehe da, der HUnger legte sich von alleine wieder.

Auch Heißhunger oder Gelüste nach etwas spezifischen kamen bisher nichtmal beim Schokobrot schmieren für die Kinder auf. Aber ich denke viel länger als 4 Wochen würde ich auch nicht durchhalten. Besonders weil mein Geburtstag immer näher rückt und ich mir zu dem Anlass immer etwas gönne. Aber deswegen habe ich auch möglichst früh im Januar angefangen mit Phase 1. Für die englisch versierten unter euch, das ist mein Plan für dieses Jahr um mich selbst und andere zu verwöhnen: Schokoladenpralinen selbst gemacht.

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