Krebs und Ernährung – Realismus statt Mythen

Ist eine gesunde Ernährung automatische Krebs Vorsorge ?
Ja, gerade mit der Ernährung kann man viel tun für sich und seine Familie tun.
Ist eine gesunde Ernährung automatische Krebs Vorsorge ?
Ja, gerade mit der Ernährung kann man viel tun für sich und seine Familie tun.

Am 4. Februar  ist „Cancer awarness day“. Das heißt, fast jeder schreibt etwas zu diesem Thema und da wollte ich natürlich nicht fehlen. Aber nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, blieb die Frage: Was schreibe ich ? Ich bin kein Krebsspezialist und habe auch im direkten Umfeld glücklicherweise noch niemanden gehabt, der an Krebs erkrankt ist. Aber bei zwei Ecken fängt es dann schon an.

So geht es sicher den meisten Menschen. Immerhin wird diese schleichende Krankheit inzwischen Dank Vorsorgeuntersuchungen und immer besser geschulten Ärzten immer öfter und früher gefunden. Das bedeutet aber auch, dass sich immer mehr Menschen mit dieser Diagnose und was sie für ihr Leben bedeutet auseinander setzen müssen.

Kann man denn etwas dafür tun, dass es erst gar nicht soweit kommt ? 

Die Frage ist unglaublich gemein. Denn wenn man Krebs wirklich „verhindern“ kann, ist nicht jeder der erkrankt selbst Schuld? Ich denke man kann durchaus einiges dafür tun, das Risiko einer Erkrankung zu verringern. Aber bei vielen Krebsvarianten haben die Forscher mit den Jahren starke genetische Faktoren gefunden. Der Rest ist Glück.

Was aber nicht heißt, dass man nicht sein möglichstes tun sollte, dieser Krankheit vorzubeugen. Denn verhindern, dass einzelne Zellen entarten, kann man nicht.

Der Körper hat viele Strategien entwickelt, um mit solchen Zellen umzugehen. 99,9% werden von den körpereigenen Abwehrzellen schnell erkannt und eliminiert.

Dafür braucht der Körper gute Startvoraussetzungen: wenig Giftstoffe, die ihm zu geführt werden; ein Minimum an Bewegung, um den Energiestoffwechsel in Schuss zu halten; Gelegenheit zum Durchschnaufen und wenige chronische Entzündungsherde, um die Immunabwehr nicht unnötig zu beschäftigen.

Einige Krebsarten (nicht nur Brust- oder Prostatakrebs) sind hormonsensibel, d.h. sie reagieren auf bestimmte Hormone mit Wachstum oder werden durch andere Hormone gehemmt. Leider beeinflussen viele Medikamente (nicht nur die Pille) den Hormonhaushalt. Dadurch haben viele Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen (an sich schon eine Belastung für den Körper ) auch noch ein latentes Hormonungleichgewicht. Das heißt nicht, dass man alle Medikamente selbstständig absetzen sollte. Aber wer in der Familie Krebsfälle hat, sollte sich evtl mal mit seinem Hausarzt zusammen setzen und mit ihm dieses Thema ansprechen.

Ich stelle jetzt absichtlich keine Liste mit „bösen“ Medikamenten hier herein. Wer genaueres hierzu wissen will, kann gerne ein Kommentar schreiben oder sich per Email bei mir melden. Ich informiere dann gerne gezielt weiter.

In eine ähnliche Kategorien fällt es für mich, ob Frauen Kinder bekommen und Stillen. Ich weiß, dass das bei einigen körperlich nicht möglich ist oder nicht gewollt ist. Aber es wurde mehrfach nachgewiesen, dass das Durchlaufen der kompletten Hormon-Achterbahn, die der Prozess Schwangerschaft und Stillzeit nun mal ist, langfristig ausgleichend auf den weiblichen Körper wirkt.

Ist eine gesunde Ernährung automatische Krebs Vorsorge ?

Ja, gerade mit der Ernährung kann man viel tun für sich und seine Familie tun.

Eine einfache Maßnahme ist es, Zucker in Maßen zu sich zu nehmen. Und das nicht nur aus Gewichtsgründen. Welchen Einfluss raffinerierter Zucker auf unser Immunsystem und damit die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken hat, hat Josh Gitalis näher ausgeführt (auf englisch).

Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist Antioxidans. Damit werden Stoffe bezeichnet (unter anderem auch Vitamine), die der Körper benötigt, um Giftstoffe und die berüchtigten freien Radikale unschädlich machen.

Diese Radikale sind energiegeladene Abfallprodukte von chemischen Reaktionen im Körper. Wenn sie nicht zeitnah „eingefangen“ und weiter reagiert werden, können sie Schäden am Erbgut einer Zelle anrichten. Solche Schäden können repariert werden oder sie führen zum Tod der Zelle … oder sie führen zur Entstehung einer Krebszelle.

Aber wo findet man Antioxidantien ?

In allen Arten Obst und Gemüse ist ein Minimum an Antioxidantien, aber auch in allen anderen „gesunden“ Nahrungsmittel sind sie enthalten; seien es Vitamine, Omega-3-Fettsäuren oder sekundäre Pflanzenstoffe.

Aber einige Stoffe haben sich als besonders effektiv zur Prävention von Krebserkrankungen herausgestellt. Wer also mehr in diesem Bereich machen will, kann einige der folgenden Nahrungsmittel vermehrt in seinen Speiseplan aufnehmen.

Ich versuche immer mal wieder meinen Kindern einige von ihnen schmackhaft zu machen. Je mehr sie sich daran gewöhnen, dass diese Nahrungsmittel zum täglichen Essen gehören, umso eher werden sie sie auch im Erwachsenenalter essen (und so ohne es zu wissen, sich selbst etwas sehr gutes tun). Einige Beispiele sind :

  • alle roten Obst- und Gemüsesorten enthalten Lycopin
  • Walnüsse enthalten Omega-3-Fettsäuren und eine große Bandbreite Antioxidantien (außerdem sind sie toll für die Hirnleistung)
  • Leinsamen enthalten Omega-3-Fettsäuren und Lignane
  • Resveratol ist besonders in Trauben, Beeren, Granatapfel, grüne Tee und dunkler Schokolade enthalten
  • Quercentin kommt in Kapern, Beeren, Zwiebel und Kohl vor
  • Probiotische Nahrungsmittel (Kefir, dunkle Schokolade)
  • Apigenin ist in Sellerie und Kamille enthalten
  • Vitamin D
  • Ingwer
  • Pilze
  • Curcumin
  • Kokosöl
  • Karotten
Was tun, wenn man die Diagnose Krebs bekommt ?

Wer selbst mit einer lebensverändernden Diagnose konfrontiert wird, steht in der schwierigen Position zu entscheiden, wie es weiter geht. Nach wie vor hören viele Menschen einfach auf das, was ihr Arzt ihnen sagt. Sicher ist es auch richtig seinem Arzt zuzuhören, aber es macht oft Sinn, sich selbst ein wenig zu belesen und andere Meinungen einzuholen. Besonders wenn es um drastische Eingriffe geht oder um Langzeitmedikamente mit starken Nebenwirkungen.

Zumindest sollte man sich mit dem Thema beschäftigen: Kann ich die Nebenwirkungen irgendwie minimieren. Und wenn ein Arzt das weder selbst anspricht, noch auf Nachfrage mehr zu bieten hat als „Halt gesund leben“, dann sollte man sich weiter umhören.

Viele Menschen können einen solchen Moment auch nutzen, um die Angst in Kraft zur Veränderung zu verwandeln. Dadurch können sie Dinge in ihrem Leben verändern, die sie schon länger gestört haben. Aber eben nicht genug, um sich zu ändern. Das müssen nicht unbedingt gesundheitliche Veränderungen sein, sondern kann sich um jede Art von kleinen und großen Lebensträumen handeln.

Wer in seinem nahen Umfeld von potentiell tödlichen Diagnosen hört, steht vor einem ganz anderen Problem. Wie helfe ich ohne aufdringlich zu sein ? Wie viel Hilfe und Eigeninitiative ist hilfreich ? Diese schwierige Frage kann man nur mit dem Betroffenen persönlich klären.

Was kann man wirklich selbst im Kampf gegen den Krebs tun ?

Die grundsätzlichen Behandlungsmöglichkeiten: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder eine Kombination aus den dreien kennen die meisten wenigstens dem Hören nach. In einigen wenigen Fällen gibt es bereits gezieltere Möglichkeiten gegen den Krebs vorzugehen.

Bei einigen Krebsvarianten kommt es in den Zellen zu ganz spezifischen Entartungen. Dadurch werden die Zellen anfällig für bestimmte Stoffe (seien es körpereigene oder synthetische) durch deren Gabe oder Verweigerung man die Krebszellen in den Tod treiben kann.

Aber auch viele Nahrungsmittel (z.B. alle präventiv wirksamen von weiter oben) können dem Körper helfen, die Krebszellen zu bekämpfen. Dabei wirken sie auf verschiedenste und manchmal auch noch nicht erforschte Art und Weise. Aber ihre Wirksamkeit wurde wiederholt belegt.

Grundsätzlich ist eine Krebserkrankung für den Körper ein sehr Kräfte zehrender Ausnahmezustand. Zum einen verbrauchen Krebszellen unverhältnismäßig viele Nährstoffe, andererseits arbeitet das Immunsystem und der intakte Teil des befallenen Organs hart daran, die Auswirkungen auf den Körper zu minimieren. Oft mit so großen Erfolg, dass die Krankheit erst sehr spät erkannt wird.

Daher sollte man nach gestellter Diagnose ruhig in die Vollen greifen, was Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe angeht. Wer erstmal von der Situation selbst so überladen ist, dass er keine Ernährungsumstellung hinkriegt, kann entweder um Hilfe fragen oder erst einmal zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen (dann aber auf gute Qualität achten).

Zu den sinnvollen Änderungen in der Ernährung gehören:

  • Ketogene oder Low-Carb-Ernährung hungert die meisten Krebsarten aus, da viele Krebszellen verlernen Energie aus etwas anderem als Zucker zu gewinnen (z.B. Methode nach Dr.Seyfried)
  • Milchprodukte sind für alle Erwachsenen latent entzündungsfördernd (wenn man nicht eh latose-intolerant ist). Es lohnt sich auf sie zu verzichten und evtl parallel eine Probiotika-Kur zu machen, um die Darmflora in Bestform zu bringen
  • Wer aufgrund einer fortgeschrittenen Krankheit oder erfolgter Behandlungen deutlich abnimmt, sollte unbedingt parallel Entgiften. Giftstoffe lagert der Körper gerne in Fettzellen an. Nimmt man plötzlich ab, werden diese in den Körper geschwemmt. Bei einem schon geschwächten System kann das den Zustand nochmal verschlechtern.
  • Bei Chemotherapien kann parallel mit Resveratol und Quercentin gearbeitet werden. Besonders in hohen Dosen können diese beiden Stoffe nicht nur die Nebenwirkungen verringern, sondern sogar die Wirksamkeit der Chemo erhöhen. Einzelne Ärzte arbeiten hierfür sogar mit hoch dosierten Reveratol/Quercentin-Injektionen.

 

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